Schiedsrichterehrung an Titi-Dimitru Cocirla vom FC Eisdorf

Wolfsburg. Beim Bezirksehrungstag in Wolfsburg wurden aus dem Kreis Göttingen-Osterode zwei Sportkameraden für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Verein und auf NFV-Kreisebene geehrt. Dieter Seliger (VfL Olympia Duderstadt) erhielt die Silberne Verbandsehrennadel. Die Verdienstnadel des DFB wurde Gerhard Lüer (TSV Eintracht Wulften) verliehen. Vom Bezirksschiedsrichterausschuss erhielt Titi-Dimitru Cocirla (FC Eisdorf) eine Ehrung.

Die Ehrung des Schiedsrichters Titi-Dimitru Cocirla übernahm Bezirksschiedsrichterobmann Stefan Voth. Cocirla ist seit 1986 Schiedsrichter und war im Verband tätig. Zurzeit leitet er Spiele in der Kreisliga, wobei er von seiner Frau an der Linie als Assistentin unterstützt wird.

Neben einer Führung des VfL-Stadions, besuchten sie das Bundesligaspiel VfL Wolfsburg gegen Borussia Dortmund. Ein Grußwort richtete Pierre Littbarski (Fußball Weltmeister 1990) an die Ehrenden und dankte für das Arrangement. Littbarski ist seit 2010 beim VfL Wolfsburg tätig, Zuerst als Co-Trainer, dann im Bereich Scouting. Seit Juli 2018 übernimmt er als Markenbotschafter repräsentative Aufgaben im Rahmen von Marketing und RP-Aktivitäten im In- und Ausland.

Spielbericht: FC Eisdorf – SV Lerbach 4:2

„So langsam kommt der FCE in Schwung“, dachte man sich vor der Partie. Trotz aller personellen Widrigkeiten in dieser Saison, hat man auch mit einer Art Notelf im Pokal beim SC Eichsfeld Zählbares mit nach Hause bringen können.

Jedoch fehlten auch an diesem Tag wieder einige Spieler auf der Eisdorfer Seite: Jonah Kriebel (an diesem Tag für TuSpo A-Jgd. aktiv), Jonas Meinecke, Lukas Hagenbruch, Julian Fuchs, Marius Koch, Nicolas Gropengießer, Tim Pflugfelder (alle krank oder verletzt), Lucas von Einem und Malte Aggsten (beide beruflich)

1. Halbzeit:

Durch die vielen Ausfälle war die Stimmung bereits in der Kabine getrübt. Man merkte, dass man sich angesichts der Personallage nicht ganz sicher war, ob die Punkte heute in Eisdorf bleiben würden oder nicht. Auch zum Ausmarsch aufs Feld hörte man die Lerbacher in der Gästekabine brüllen, während der FCE dies an diesem Tag nur auf verhaltene Art und Weise hin bekam – bei der Erwärmung war das übrigens nicht anders.

So begann das Spiel auch. Die Eisdorfer fuhren einen Angriff über die rechte Seite, welcher zum Ballverlust führte. Im Gegenzug spielte Lerbach den Ball lang, in der Verteidigung hätte der Ball noch locker geklärt werden können, jedoch war man hier noch im Tiefschlaf. Tobias Rott brauchte nur eine Fußspitze, um den Ball an Überschär und Keeper Conrad vorbei im Tor unterzubringen. 0:1, 4. Minute!!!⚽

Das 0:2 fiel auf ganz ähnliche Weise: Leichtsinniger Ballverlust der Eisdorfer im Angriff, kompromissloser langer Ball vom Lerbach-Verteidiger, alle Eisdorfer überrascht, Janek Drochelmann frei durch, Tor. 0:2, 6. Minute!! ⚽ So einfach kann Fußball im Prinzip sein.

In der Folge war Lerbach weiterhin die bestimmende Mannschaft und gewann im Mittelfeld so ziemlich jeden Zweikampf, ob am Boden oder in der Luft und setzte die Lerbacher Verteidigung Zusehens unter Druck. Dennoch wieder mal ein großes Lob an Abwehrchef Thilo Ettig, der mit Pierre Wode, Nils Überschär und Keeper Christopher Conrad weiteren Schaden vermeiden konnte. Lerbach kam zwar noch zu Chancen, jedoch bekam man in letzter Sekunde immer noch ein Bein dazwischen oder rettete in höchster Not.

Ab der 30. Minute merkte man einen leichten Knacks im Spiel der Lerbacher, so dass es dem FCE möglich war, endlich aufzuwachen. Vielleicht lag es auch daran, dass in der Vorwoche noch um 14:30 Uhr Anpfiff war und man somit nun allmählich ausgeschlafen hatte. Erste Chancen von Niklas Meißner und Patrick Bohnhorst konnten nicht im gegnerischen Tor untergebracht werden, aber immerhin kam man dem Tor der Gäste ein wenig näher.

Dies änderte sich jedoch schlagartig. Bei einem Konter in der 42. Minute spielten Niklas Meißner und Yanneck Meinecke Alexander Pilz auf rechts frei, welcher auf den am Sechzehner freistehenden Mario „Gomez“ Schwedhelm flanken konnte. Letzterer nahm den Ball direkt im Fallen volley und beförderte das Runde somit unhaltbar in die lange Ecke(ige). 1:2 ⚽

Gleich 2 Minuten später war es Jacek Ciesla der einen feinen langen Pass auf den Startenden „Gomez“ spielen konnte. Dieser konnte die Lerbacher Abwehr derart unter Druck setzen, dass er den daraus resultierenden Fehler nur an Keeper Pascal Wohltmann vorbei schieben brauchte. Wahnsinn dieser Typ, Halbzeit! Gleichstand! 2:2 ⚽

2. Halbzeit:

In der Kabine war klar, dass man hier mit einem blauen Auge davon gekommen ist und genau zum richtigen Zeitpunkt den Ausgleich hergestellt hat.

In der zweiten Halbzeit kamen die Eisdorfer nun besser ins Spiel und hatten im Mittelfeld die Fäden in der Hand. Zum Leidwesen der Zuschauer schaffte man es leider oft nicht den letzten entscheidenden Pass zu spielen. Lerbach staunte zumindest nicht schlecht bzgl. des Umstands, dass sich das Spiel komplett drehte, wenngleich das Lerbacher Sturmduo Rott/Drochelmann stets gefährlich blieb.

Der Großteil der Chancen jedoch war zumindest in dieser Halbzeit im Eisdorfer Angriff zu finden. So war es wieder Mario Schwedhelm, der nach Pass in die Schnittstelle von Alex Pilz frei durch war und im letzten Moment vom agilen Jonas Drochelmann gestoppt werden konnte. Einige forderten Rot, der souveräne Schiedsrichter entschied jedoch auf Gelb und Freistoß…. Das war okay, denke ich. Der Freistoß von Y. Meinecke verpasste das Tor nur um Millimeter.

Auch Robin Burgholte und Niklas Meißner konnten nur noch im letzten Moment gebremst werden.

In der 63. Minute war es dann soweit: Wieder konnte sich Pilz von Bewacher Bormann mit einer Körpertäuschung lösen und den tödlichen Pass auf Schwedhelm durchstecken, welcher direkt mit links den Abschluss suchte. Der Ball konnte vom stark reagierenden Keeper zwar noch abgewehrt werden, jedoch war die Hintermannschaft gegen den Spannstoß von Robin Burgholte machtlos. 3:2 ⚽

Im Anschluss daran entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Während Reinhardt, Tobias Rott und Moritz Rott klarste Einschussmöglichkeiten vergaben, brach Yanneck Meinecke nach tollem Zuspiel von Robin Burgholte durch und markierte das 4:2 für die Eisdorfer. Die Erlösung? Denkste – Abseits. Auch wieder schwer zu sagen. Die Eisdorfer Südkurve, gespickt mit Vereinsikonen war sich sicher: kein Abseits!

In der 85. Minute dann der Schlusspunkt. Der bockstarke Robin Burgholte spielte sich wieder mal auf seiner rechten Seite frei und konnte vom Lerbacher Keeper nur per Foul gestoppt werden. Elfmeter! Ebenso eine knifflige Entscheidung: Der Keeper trifft zwar den Ball, jedoch grätscht er frontal, mit gestrecktem Bein und offener Sohle, in den Eisdorfer Angreifer. Kapitän Yanneck Meinecke trat in gewohnt sicherer Manier an und verwandelte den Strafstoß, auch wenn der Gäste-Keeper noch dran war.

Es spielten: Conrad, Meinecke, Schwedhelm, Wode, Marcel Riedel, Bohnhorst, Ueberschär, Meissner, Ettig, Pilz, Ciesla, Müller, Burgholte und Völker. Timor Gajewski kam heute leider nicht zum Einsatz.

Fazit:

Ein wahnsinniges Spiel aus dem der FCE teils mit absolut blauem Auge, aber auch teils irgendwie verdient als Sieger hervorgeht. Man hatte Glück, dass die Lerbacher uns in Hälfte 1 am Leben ließen, so dass wir durch individuelle Klasse und dem Quäntchen Abgebrühtheit in der Lage waren, die Punkte im Borntal zu behalten. Über die Saison gesehen gleichen sich Pech, Glück und Unvermögen dann doch irgendwie aus, hat man bspw. gegen SC Eichsfeld e.V., VfL 08 Herzberg, FC Merkur Hattorf 1920 e.V. und SV Förste trotz klarer Chancen nichts wirklich Zählbares erringen können. In Anbetracht der Tatsache, dass an diesem Tag auch wieder 9(!!) Spieler fehlten, machte diese 3 Punkte zu ganz besonderen Punkten!

Das letzte Spiel in dieser Hinrunde steht am kommenden Sonntag an. Hier empfangen wir die SG Pferdeberg um 14:00 Uhr. In diesem Spiel ist es wichtig direkt von Beginn an die richtige Einstellung an den Tag zu legen, damit auch am kommenden Sonntag die 3 Punkte in der Heimat bleiben.

Großes Lob an unsere Zuschauer und Supporter, die es in diesem Jahr weiß Gott nicht leicht mit uns hatten, jedoch Woche für Woche, auch bei schlechtestem Wetter an unserer Seite stehen. DANKE!

Text: Alexander Pilz

Spielbericht Achtelfinale Kreispokal: SC Eichsfeld – FC Eisdorf

FC Eisdorf e.V. von 1950 gewinnt packenden Pokalfight beim SC Eichsfeld e.V. mit 6:5 nach Elfmeterschießen! (1:1; 3:3)

Am Tag des Schreckens (Halloween) stand für den FC Eisdorf der nächste Kracher bevor. Der SC Eichsfeld wartete im Achtelfinale der diesjährigen Pokalrunde. Schon die Anreise der Eisdorfer war für einige etwas ganz Neues. Der Verein organisierte einen Bus für die Reise ins beschauliche und sonnige Westerode. So hatten einige Fans die Möglichkeit, direkt mit der Mannschaft zum Auswärtsspiel zu reisen. Schon vor dem Spiel eine tolle Aktion!!

Nach dem wirklich starken Auftritt im Derby gegen den SV Förste reiste der FCE ersatzgeschwächt zum Pokalspiel. Durch den Job, das Studium und wie es halt immer ist auch durch Verletzungen, gab es für einige keine Möglichkeit auf dem Platz zu helfen.
So fehlten dem FCE insgesamt 8! wichtige Spieler:
Lucas von Einem, Nils Ueberschär, Jonas Meinecke, Malte Agsten, Marcel Riedel, Marius Koch, Nicolas Gropengießer, Robin Burgholte.
Zudem musste man kurz vor Beginn auch noch auf Lukas Hagenbruch verzichten.

Zum Spiel:

Trotz dem großen Eisdorfer-Lazarett wollte man sich ohne Wenn und Aber in die nächste Pokalrunde kämpfen.
Der SC Eichsfeld kam jedoch in den ersten Minuten auf dem holprigen Geläuf besser in Fahrt. Mit guten Passstafetten und gekonnter Spielweise der Viererkette hatten die Eisdorfer sichtliche Probleme. Es dauerte daher nur 7 Minuten bis es zur ersten Großchance kam.
Nach schönem Pass durch die Abwehr war es Christopher Engelhardt, welcher den Ball mit einem trockenen Schuss ins lange rechte Eck knallte. 1:0 für den SCE.
So hat sich das der FCE natürlich nicht vorgestellt….

Nur 2 Minuten später hatte der nächste Eichsfelder die Großchance nachzulegen, doch dieses Mal konnte der Eisdorfer Keeper Conrad den Schuss parieren.
Gefühlt war es für den FCE nun ein Weckruf, da man nun endlich ins Spiel fand. Zweikämpfe wurden mehr und mehr gewonnen und es wurden Torchancen kreiert.

In der 16. Minute hatte Kapitän Yanneck Meinecke nach schöner Einzelaktion auf dem linken Flügel die Chance zum Ausgleich, doch leider parierte der Gästekeeper den Schuss gut und entschärfte somit die Aktion.
Der FCE war endlich richtig da und in der 25. Minute konnte man sich nun auch belohnen. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld konnte Tim Pflugfelder nach einem Fehler des Gästekeepers die Kugel ins Tor buxieren. 1:1 Ausgleich.
Bis kurz vor Pausenpfiff hatte der FCE das Spiel gut unter Kontrolle und man hatte noch weitere Möglichkeiten. Pflugfelder verpasste nach einer Flanke nur knapp die Führung.
Der SCE hatte in den letzten Minuten der ersten Halbzeit wieder mehr Kraft bekommen und wollte vor Pausenpfiff die Führung. Doch die Eisdorfer Abwehr und Keeper standen dem gut entgegen.

Halbzeit: 1:1 – gerecht zur Pause!

2. Halbzeit:

Die ersten Minuten der 2. Hälfte waren sehr ruhig. Kleinere Fouls und Schubser bei hohen Bällen waren am heutigen Tag oft zu sehen, jedoch leider des Öfteren nicht geahndet. Der FCE wollte mehr und so wechselte man Alexander Pilz für Pascal Müller ein. Von der ersten Sekunde an, war der Wechsel zu spüren. Pilz und Sturmpartner Jonah Kriebel agierten sehr harmonisch miteinander, was in der 61. Minute endlich die Führung brachte.
Nach einem langen Ball verlängerte Pilz per Kopf und stecke so zu Kriebel durch, dieser spitzelte den Ball am Torwart vorbei und konnte damit zur Führung einschieben! Schöne Aktion! 2:1..
Nur drei Minuten später waren es wieder Pilz und Kriebel die für Alarm in der Eichsfelder Hintermannschaft sorgten. Nach schönem Querpass schaffte es Jonah allerdings nicht die Kugel nochmals im Tor zu versenken. Der Ball flog nur knapp am Tor vorbei..
Der FCE hatte eigentlich alles im Griff, doch der Pokal hat leider seine eigenen Regeln…
In der 69. Spielminute gelang den Eichsfeldern die erste gute offensive Aktion. Nach guter Flanke konnte Kapitän Bömeke zum Ausgleich köpfen. 2:2 also..

In den folgenden Minuten wurde das Spiel aggressiver und es gab mehrere Unterbrechungen, die dem Spiel in den nächsten Minuten schadeten.
Nun war es wieder ein hin und her und man merkte schon beiden Teams an, dass die Kräfte nachließen. Die Eisdorfer Offensive kam nochmal. Wieder mit Pilz und Kriebel und verschafften sich nach gutem Konter eine Ecke.
Es lief schon die 85. Minute bis plötzlich Alexander Pilz am 2.Pfosten stand und per Kopf zur laut umjubelten 3:2 Führung einnickte. (Allerdings mit großer Hilfe vom Keeper)..

Man schien sich sicher zu sein und haute aufgrund von Kräfteverlusten jeden Ball nur noch nach vorne. Die Eisdorfer waren sichtlich platt, da sie auch keine Wechselmöglichkeiten mehr besaßen. Doch in der Nachspielzeit kamen die Eichsfelder nochmal vors Tor und schafften tatsächlich noch den stark umjubelten 3:3 Ausgleich… Unfassbar..

So ging es nun doch noch ins Elfmeterschießen.

1.Schuss SCE – an die Latte
1.Schuss FCE – Y.Meinecke sicher – 4:3 für FCE

2.Schuss SCE – drüber
2.Schuss FCE – A. Pilz scheitert am Torwart

3.Schuss SCE – 4:4 Ausgleich
3.Schuss FCE – T.Ettig – 5:4 für den FCE

4.Schuss SCE – Keeper Conrad hält!
4.Schuss FCE- J. Kriebel weit drüber

5.Schuss SCE – 5:5 Ausgleich
5.Schuss FCE – N. Meißner, 6:5 für den FCE!

SCHLUSS, AUS, VIERTELFINALE!!!

Der FC Eisdorf gewinnt nach einem sehr packenden und unterhaltsamen Spiel das Achtelfinale des Krombacher Pokals gegen den SC Eichsfeld mit 6:5 nach Elfmeterschießen.
Mit einer wieder mal tollen kämpferischen Leistung schaffte man es die fehlenden Spieler aufzufangen und sich so für die nächste Runde zu qualifizieren.
An diesem Tag war ein zu größtenteils sehr faires Spiel von beiden Mannschaften zu sehen. Der SCE hätte die nächste Runde genauso verdient gehabt, jedoch fehlten am Ende die Nerven und vielleicht die letzten Prozente Konzentration.

Den Eisdorfer Sieg feierte man nach dem Spiel zuerst im eigens organisierten Bus und später bei einigen kühlen Blonden in der heimischen Eisdorf Pizzeria Don Camillo!

Text: Alexander Pilz